Informationen

Baum des Jahres

Der internationale Tag des Baumes wird jährlich in Deutschland am 25. April gefeiert. Damit soll die Bedeutung des Waldes für die menschliche Daseinsvorsorge, den Naturhaushalt, seine Wohlfahrtswirkungen und für die Wirtschaft bewusst gemacht werden.

Der deutsche „Tag des Baumes“ wurde erstmals am 25. April 1952 begangen. Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr pflanzten im Bonner Hofgarten einen Ahorn.

Der Waldbauverein setzt seit mehr als 15 Jahren diese Tradition fort. Am Tag des Baumes werden dann im Rahmen einer Fachveranstaltung der von der Silvius Wodarz- Stiftung im Herbst des Vorjahres gekürte Baum des Jahres gepflanzt, alles Wissenswerte (z.B. Standortansprüche, waldbauliche Behandlung, besondere Eigenschaften) um diesen Baum in Theorie und Praxis vermittelt.

Die Baumpflanzung erfolgt am Stausee Biersdorf im Beisein von Ehrengästen. Eine Baumpatin bzw. ein Baumpate übernimmt die Schirmherrschaft (siehe Übersicht rechts). Die Pflanzung erfolgt jeweils an dem Freitag im April, der dem Tag des Baumes (= 25.04) am nächsten liegt. Mitglieder sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.

Roteiche

Baumpatin
Anna Carina Krebs
Bürgermeisterin, VG Südeifel

Echte Mehlbeere

Baumpatin
Janine Fischer
Bürgermeisterin, VG Bitburger Land

Moorbirke

Baumpate
Andreas Kruppert
Landrat, Eifelkreis Bitburg-Prüm

Rotbuche

Baumpate
Rainer Nickels
Vorstand Sparkasse Bitburg

Europäische Stechpalme

Baumpate
Michael Ludwig
MdL

Robinie

Baumpate
Nico Steinbach
MdL

Flatterulme

Baumpate
Andreas Theis
Vorstand Volksbank Bitburg

Esskastanie

Baumpate
Manfred Rodens
Bürgermeister, VG Speicher

Fichte

Baumpate
Moritz Petri
Bürgermeister, VG Bitburg Südeifel

Winterlinde

Baumpate
Josef Junk
Bürgermeister, VG Bitburg Land

Feldahorn

Baumpate
Dr. Joachim Streit
Landrat, Eifelkreis Bitburg

Ein Mann im Wald

Lehrfahrten und Fachveranstaltungen

Der Waldbauverein lädt jährlich zur Großen Lehrfahrt und zu zahlreichen interessanten Fachveranstaltungen ein, die in erster Linie der Fort- und Weiterbildung der Mitglieder dienen. Interessierte Waldbesitzende, die überlegen, sich dem Waldbauverein Bitburg anzuschließen sind herzlich eingeladen, an diesem Veranstaltungsangebot teilzunehmen. Die Übersicht vermittelt einen Eindruck über ausgewählte Veranstaltungen seit 2022.

Geschichte und Entstehung der Waldbauvereine in Rheinland-Pfalz

Die älteste forstliche Interessensvertretung der Kleinprivatwaldbesitzer in Rheinland-Pfalz entstand unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg. Der Staat forderte damals Betriebspläne und Betriebsgutachten für den Kleinprivatwald bei gleichzeitiger technischer Aufsicht, Buchführungspflicht für Hiebsanfälle in Betrieben über fünf Hektar, Genehmigung von Kahlschlägen und Aufforstungszwang für Ödland und Waldblößen.
Hiergegen lehnten sich die Privatwaldbesitzer auf und so fanden sich im Jahre 1922 durch die Initiative der Landwirtschaftskammer in Bonn Waldbauern im Kreis Prüm zu einem Waldbauverein zusammen. Der Hauptzweck war damals „die Zusammenfassung der Waldbesitzer zur Wahrung ihrer einzelnen Interessen und der Erhaltung ihrer vollen Selbstständigkeit“. Nach der Machtergreifung Hitlers wurde der Waldbauverein aufgelöst. Ebenso ließen die allgemeine Gleichschaltung und die Allmacht des Staates im Dritten Reich das Weiterbestehen der Landwirtschaftskammer nicht zu. Sie gingen in den neu gebildeten Reichsnährstand über.

Nach Kriegsende lebten die alten rheinischen Waldbauvereine wieder auf. Dem Vorbild des Waldbauvereins Prüm folgend, gründeten verantwortungsvolle Persönlichkeiten in Bitburg im Jahr 1951 (Karl Götz als erster Vorsitzender), 1952 in Ahrweiler, 1957 in Daun, 1958 in Altenkirchen sowie im Jahr 1962 in Birkenfeld in Gebieten mit hohen Privatwaldanteilen Waldbauvereine. Mit rund 11.000 Mitgliedern stellen diese „Altvereine“ ca. 70 % der organisierten Kleinprivatwaldbesitzer in Rheinland-Pfalz dar. Auf Initiative des Waldbesitzerverbandes für Rheinland-Pfalz und der Landwirtschaftskammer konstituierten sich in den Jahren 1973 bis 1996 weitere 16 Waldbauvereine auf Kreisebene.

Mit der Gründung der forstlichen Zusammenschlüsse sollten die Nachteile der Realteilung und die dadurch entstandene geringe Besitzgröße überwunden werden. Die Mitglieder verpflichten sich, ihre Waldparzelle bei voller Wahrung ihrer persönlichen Eigentums- und Besitzrechte zu bewirtschaften und sich an der Durchführung gemeinschaftlicher Maßnahmen – seien es Aufforstung, Wegebaumaßnahmen und Holzerntemaßnahmen – zu beteiligen. Alle Waldbauvereine sind Mitglieder des Waldbesitzerverbandes für Rheinland-Pfalz.

Somit sind in den alten Regierungsbezirken Koblenz und Trier und in den angrenzenden Kreisen flächendeckend Waldbauvereine entstanden. Aktuell gibt es 16 Waldbauvereine in Rheinland-Pfalz.

Schwere Maschinen arbeiten im Wald

Zeitschriftenbezug „Der Waldbesitzer“

„Der Waldbesitzer“ ist die unabhängige überregionale Forstzeitschrift für Rheinland-Pfalz und das Saarland. Mit einer Auflagenhöhe von ca. 17.000 Stück zählt „Der Waldbesitzer“ zu den größten Forstzeitschriften in deutscher Sprache. Unsere Mitglieder sind Bezieher dieser 3mal pro Jahr erscheinenden Fachzeitschrift. Der Bezug ist bereits im Mitgliedsbeitrag enthalten. Neben aktuellen forstlichen Mitteilungen sind die Artikel zu den Themen Holzmarkt, Forstbetrieb, Recht- und Steuertipps ein gern gelesenes Nachschlagewerk für Waldbesitzer und Verwaltungen.

Idyllischer und gepflegter Wald

Das Förderprogramm klimaangepasstes Waldmanagement

Seit Dezember 2022 wurde durch den Bund dieses für 10 Jahre angedachte Förderprogramm aufgelegt. Es soll u.a. den Waldumbau in Richtung klimastabilerer Wälder unterstützen. Die aktuelle Richtlinie des Förderprogramms sieht die
Einhaltung von 11 bzw. 12 Kriterien vor, die bei der Waldbewirtschaftung und Waldentwicklung vom Waldbesitzenden, der die Förderung beantragt hat beachtet werden müssen. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (=FNR) wurde damit beauftragt sich um die Antragstellung und um die Abwicklung des Förderprogrammes zu kümmern. PEFC überwacht die Einhaltung der Förderkriterien, akkreditiert und entsendet die Auditoren, die in den am Förderprogramm teilnehmenden Betrieben die Einhaltung der Kriterien überprüfen.